Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Alternative Investments im Aufwind

24.08.2016 – Investment_FotoliaIn Zeiten niedriger Zinsen sind immer mehr Unternehmen bereit, in alternative Anlageklassen wie Immobilien, Hedgefonds, Infrastruktur oder auch Private Equity zu investieren. Laut einer Studie von Willis Towers Watson stiegen Investments in diesem Jahr weltweit auf 3,6 Billionen US-Dollar. Davon entfallen 1,2 Billionen auf Immobilien, 755 Mrd. auf Hedgefonds und 640 Mrd. auf Private Equity.

Dabei verfügen einige Investoren bereits über langjährige Erfahrungen mit Dachinvestmentfonds. Allerdings lässt sich seit einiger Zeit auch eine zunehmende Bereitschaft beobachten, sich mit sogenannten Primärfondsinvestitionen auseinanderzusetzen, konstatieren Johann-Matthias Graf von der Schulenburg und Meik Friedrich, Geschäftsführer bei Ristco GmbH Risk & Strategy Consultants, in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Allerdings stehen gerade die mittelständischen Investoren vor der Herausforderung, ihr Exposure effizient aufzubauen, betonen die Experten. So gebe es im Wesentlichen drei Wege bzw. Kombinationen, in Private Equity zu investieren: Dachfonds- und Zielfondsinvestments sowie Direktinvetments. Während letztere ausschließlich für große und spezialisierte Investoren eine Alternative darstellen, bieten Dachfonds im Vergleich den Weg mit den geringsten Anforderungen an die internen Ressourcen und an das Know-how des Investors.

Dabei erfolgt durch die Dachfondsanbieter im Rahmen einer Allokationsstrategie die Auswahl vielversprechender Zielfonds sowie die Verwaltung der gezeichneten Beteiligungen. Der Investor selbst muss dafür weder selbst attraktive Zielfonds zeichnen und identifizieren noch eine Vielzahl von Primärfonds verwalten. Zudem bieten Dachfonds auch die Möglichkeit, durch Pooling verschiedener Investorengelder die anfallenden Kosten für die Etablierung und Verwaltung von Dachfondsvehikeln zu teilen.

Nachteile sehen die Experten hingegen in der fehlenden Flexibilität und Steuerbarkeit der Dachfondsinvestments sowie den sehr begrenzten Einflussmöglichkeiten auf die Auswahl konkreter Zielfonds. Eine direkte Zeichnung entsprechender Zielfonds durch die Investoren erhöht zwar die Investmentsouveränität des Anlegers. Allerdings sind aus Sicht der Experten jedoch merkliche Investmentvolumina mit größeren Einzeltickets nötig, um den erhöhten internen Ressourcenbedarf zu rechtfertigen, sowie Kosteneinsparungen und Skaleneffekte zu rechtfertigen. (vwh/td)

bestellen_vwh“Koordiniertes Zusammenspiel”, in der Versicherungswirtschaft 08/16 (Zum Beitrag)

Bildquelle: Fotolia

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten