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D&O als Schutzweste in Zeiten des Shareholder-Value

10.10.2014 – Manager_ svilen001_sxcD&O Versicherungen haben Einzug gefunden in das Management auch jenseits der DAX-Konzerne. Denn Fehlentscheidungen gibt es in jeder Branche und in Unternehmen jeder Größe. Während Missmanagement einst eher zu einvernehmlicher und stillschweigender Trennung führte, macht der große Einfluss des Kapitalmarktes mit Fokus auf Shareholder-Value eine Schutzweste für den Manager notwendig.

Im Zuge der unternehmerischen Compliance-Bewegung verändert sich die weltweite Managementkultur. Sie entspringt weniger einer neuen Tugendmoral als vielmehr kühler Prävention, nicht in einen derartigen Strudel hineingezogen zu werden. Zur Prävention gehört aber auch ein Risikomanagement, das Handlungsszenarios für solche überfallartigen Krisensituation zwischen juristischem und medialem Tribunal abrufen kann.

“In den allermeisten Fällen werden die Manager nämlich durch das eigene Unternehmen verklagt. Die Anspruchsgrundlagen für außenstehende Dritte sind immer noch rar”, erklärte Tilman Golz, Jurist und D&O Experte bei der Südvers. Allerdings müsse ein D&O-Schaden nicht zwangsläufig in einer Klage enden. Das Ziel ist es vielmehr, den Rechtsstreit in einem Schiedsverfahren beizulegen oder im besten Fall schon zuvor durch eine Mediation eine Einigung zu erzielen.

Nahezu jeder D&O-Versicherungsfall beginne damit, dass der Versicherer dem Manager einen Rechtsanwalt finanziert. Eine Herausforderung hier, so Golz, es immer noch, eine belastbare Deckungszusage zu erhalten. Hier spielt die Musik unverändert im Kernbereich der Deckung – versicherte Tätigkeit, Rückwärtsversicherung, versicherte Unternehmen.

Welches sind die Entscheidungskriterien vor dem Abschluss einer D&O-Versicherung?

Die Größe des Unternehmens spielt mit der wirtschaftlichen Situation die größte Rolle. Handelt es sich um ein Start-Up? Welche Schäden sind im Fall der Fälle zu erwarten? Wie ist es um die Qualifikation der betroffenen Manager bestellt? Der versicherte Personenkreis umfasst neben den Vorständen, Geschäftsführern und Aufsichtsräte auch Prokuristen und leitende Angestellte. Alle juristischen Personen können eine entsprechende Police abschließen.

Doch warum sollten Unternehmen für ihr Management überhaupt D&O-Versicherungen abschließen: “Das Bestehen einer D&O-Versicherung fördert die unternehmerische Entscheidungsfreude der Unternehmens
leitung. Es ist wichtig, d ass sich die Manager auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können und sich nicht ständig Gedanken über mögliche Schadenersatzansprüche machen müssen”, lautet der Hinweis auf dem Hiscox Makler-Portal.

Beispielsweise kann eine D&O greifen wegen Steuerschulden des Unternehmens, bei Haftung wegen nicht abgeführter Sozialversicherungsbeiträge, bei Haftung wegen des Abschlusses von Verträgen, die außerhalb des Kompetenzrahmens liegen oder auch bei Haftung wegen Insolvenzverschleppung. (ku/vwh)

Bildquelle: Svillen001/ sxc

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