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AGCS versichert Kingdom Tower-Bauprojekt

26.06.2014 – Immer höher ragen die Wolkenkratzer in den Himmel. Die jüngste Generation der Superhochhäuser überschreitet die 600-Meter-Marke. Die komplexen Bauprojekte, aber auch das fertige Gebäude erfordern individuelle Versicherungslösungen und ein ausgewogenes Risikomanagement. Ein Segment, auf das sich unter anderem die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) spezialisiert hat. Jetzt hat der Industrieversicherer den kommenden Rekordhalter, das 1.000 Meter hohe Kingdom Tower-Entwicklungsprojekt in Dschidda, in sein Portfolio aufgenommen.

Derartige Bauprojekte sind für alle Verantwortlichen komplex: Bis zu 10.000 Bauarbeiter und mehr als 100 Subunternehmer können an einem solchen Unterfangen beteiligt sein. Der Wert der Supertall-Wolkenkratzer kann schnell über die Eine-Milliarde-Dollar-Marke steigen. Hier sind Managementqualitäten gefragt. Die Versicherer fungieren hierbei als Enabler, denn ohne Versicherungsschutz ließen sich die Mega-Türme nicht realisieren. „Alle Projektphasen – von der Bauausführung bis zur Bautechnik – können versichert werden“, betont AGCS. Projekte solcher Größenordnungen werden generell von einen Versicherer-Konsortium versichert. Im Fall des Kingdom Tower mit einer Versicherungssumme von insgesamt 1,5 Mrd. US-Dollar agiert AGCS als führender Rückversicherer.

Neben der Bereitstellung einer Allgefahren-Deckung für diese Ausnahmerisiken bieten Versicherungsgesellschaften wie AGCS auch eine sogenannte Decennale-Versicherung für Schäden nach der Bauausführung an. Diese sichern den Versicherungsnehmer gegen materielle Schäden durch fehlerhaftes Design, Baumaterialien oder Arbeitsausführung ab.

Die komplexe Risikolandschaft analysiert AGCS mit Hilfe seines Supertall Buildings Risk Bulletin. „Das Fundament von Supertall- und Megatall-Gebäuden muss stark genug sein, um auch ein Erdbeben oder eine andere Naturkatastrophe zu überstehen“, sagt Clive Trencher, Senior Risk Consultant bei AGCS. „Vor allem in der ersten Bauphase müssen potenzielle Risiken wie Sturzfluten berücksichtigt werden, da es große Baugruben gibt, die geflutet werden könnten.“ Bedeutende technische Herausforderungen, die es zu bewältigen gelte, seien auch das Pumpen und Verarbeiten von Zement in extremen Höhen, die Sicherstellung der exakten Vertikalität mit zunehmender Gebäudehöhe, das Brandrisiko und die Wasser- und Abwasserversorgung.

Der Aufwärtstrend bei den Gebäudehöhen stößt bei der Kilometermarke aber noch nicht an seine Grenzen: Entwürfe für den ersten „Mile-High“-Turm (1,6 Kilometer) gibt es bereits. Bis diese realisiert werden, dürften allerdings nach Einschätzung von AGCS noch mindestens 20 Jahre vergehen. Vor allem die Aufzugtechnik kann mit der Bautechnik nicht Schritt halten. Die derzeit verfügbare Technologie begrenze die Aufzughöhe auf rund 600 Meter, was vor allem an der Brems- und Verkabelungstechnik liegt, so der Industrieversicherer. (vwh)

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Bild: Vergleich der Hochhausbauten der letzten Jahrzehnte: Vom World Trade Center bis zum Kingdom Tower. (Quelle: AGCS)

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