Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Abwicklungsplattform Heidelberger Leben “schafft Werte”

02.05.2014 – VW_Aktuelle_Ausgabe_Titel_5_2014Barbara Vettel, zukünftige COO der Abwicklungsplattform Heidelberger Leben Gruppe, rechnet im Interview mit dem Chefredakteur der Versicherungswirtschaft, Heinz Klaus Mertes, mittelfristig mit weiteren Wettbewerbern im Bereich der Run-off Plattformen: “Dies schreckt uns aber nicht, denn es zeigt, dass hier die Marktlogik in Richtung der first mover zeigt”, so Vettel.

“Wir schaffen Wachstum durch Konsolidierung, indem wir ganze Portfolios übernehmen, diese auswählen, bewerten, integrieren und zukünftig hoch effizient managen. Dabei generieren wir sehr viel Neues – eine ganz und gar anspruchsvolle unternehmerische Herausforderung. Wir vernichten keine Werte, wir schaffen neue! Auch die Bafin äußerte sich dahingehend, dass sich die Versicherungswirtschaft neu erfinden müsse. Wir gestalten diese aktiv mit. Die aktuellen Probleme, die es in der Lebensversicherungsbranche zu überwinden gilt, sind weithin bekannt und hier setzen wir mit einem neuen Geschäftsmodell an”, antwortet Barbara Vettel auf die Frage nach der dauerhaften Tragfähigkeit einer Abwicklungsplattform.

Wie gehen Sie vor?

Es geht um eine ganz klare Zielarchitektur, in die sämtliche Bestände zu integrieren sind, um diese hocheffizient verwalten zu können. Die haben wir bereits im Wesentlichen festgelegt. Die Grundsätze sind definiert, nach denen alle Prozesse vereinheitlicht werden, damit eine wirklich integrierte Plattform entsteht. Das ist eine riesige Managementherausforderung.

Wie geht die Durchleuchtung der Unternehmen vor sich, die auf die Plattform wollen? Wie stellen Sie sicher, dass Sie nicht Untiefen übersehen und sich verkalkulieren?

Wir haben das ja gerade bei der Skandia gemacht, da ist der Due Diligence Prozess hoch professionell verlaufen. Cinven, deren Kerngeschäft die Bewertung von Lebensversicherungsgesellschaften in Europa ist, hat diesen Prozess gesteuert. Künftig werden wir das stärker in Eigenregie machen. Dafür werden neue Bereiche, wie der M&A-Bereich, mit Spezialisten aufgebaut. Auf der anderen Seite werden Themen wie Produktentwicklung, Vertrieb und Marketing erheblich reduziert beziehungsweise wegfallen.

[...]

Inwieweit können Sie es sich leisten, wählerisch zu sein? Run-off – ein Angebots- oder ein Nachfragemarkt?

Also, wir haben keine Bestände gesucht oder gar akquiriert. Vielmehr ist es so, dass wir von verschiedener Seite angesprochen werden. Wir werden ein enormes Tempo vorlegen, um den Integrationsprozess schnell abschließen zu können und somit wieder freie Kapazitäten zu haben für weitere Akquisitionen. Die technischen Prozesse der Integration sind dabei nicht einmal das Schwierigste. Es geht ja auch um menschliche, soziale und kulturelle Harmonisierung der Prozesse, um die gesamte organisationale Transformation. Sicher ist die technische Plattform wichtig: Sie wird effizient, flexibel, methodisch und hochmodern sein. Eine der wesentlichen Herausforderungen wird aber auch die Integration und erfolgreiche Transformation der Organisationen sein.

[...]

Wagen Sie eine Prognose, wo die Heidelberger Unternehmensgruppe so in zwei, drei Jahren steht?

Ich schätze, wir werden in diesem Zeitraum die jetzige Aufstellung nach vorne gebracht und das eine oder andere weitere Unternehmen auf der neuen Plattform integriert haben. Wir werden bis dahin gezeigt haben, dass Kostensenkungen möglich sind und unseren Versicherungsnehmern zugute kommen. So wird spätestens dann sich das Verständnis durchgesetzt haben, dass unser Geschäftsmodell eine Bereicherung der Versicherungsbranche ist – sowohl für die Unternehmen wie auch für deren Kunden. (vwh)

Das vollständige Interview in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft (Heft 5/2014)

Link: Versicherungswirtschaft

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten