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Vertriebswege-Survey Schaden/Unfall: Demografie und Technikfortschritt verändern Neugeschäft

29.10.2013 – towerswatsonHeute veröffentlicht das Beratungsunternehmen Towers Watson den achten Vertriebswege-Survey Schaden- und Unfallversicherung. Neben dem aktuellen Vertriebswegemix 2012 werden Aussagen dazu erwartet, welche Rolle das Internet als Verkaufskanal spielt und wie demografischer Wandel und technischer Fortschritt das Neugeschäft beeinflussen.

Wurden bislang die Vertriebswege auf Grundlage der Beitragseinnahmen analysiert, dient dieses Mal das Neugeschäft als Basis. Das Marktgeschehen soll so deutlicher reflektiert werden können. GDV-Angaben zufolge ist das Neugeschäft in Komposit 2012 um 0,8 Prozent auf 298.237 Verträge gestiegen.

Ulrich Wiesenewsky, Senior Consultant und für die Studie verantwortlich, prognostizierte beim letzten Vertriebswege-Survey, dass die Ausschließlichkeit weiter – zwar langsam, aber stetig – an Bedeutung verlieren werde. Bereits 2011 war dieser Vertriebsweg zwar mit Abstand der stärkste, seit 2007 mit vier Prozent Verlust aber auch kontinuierlich rückläufig.

Jens Lison, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherung, betont, 95 Prozent des Komposit-Privatkundengeschäfts bei der Allianz sei Vertretergeschäft. Rainer Brune, Vorstandsmitglied der Axa Versicherung AG, ist hingegen überzeugt, in der Kfz-Versicherung, dem größten Zweig der Sach-/Unfallsparte, müsse sich die Ausschließlichkeit „neu erfinden“. Ein großes Problem sei die Überalterung der Organisationen. Mit einem Durchschnittsalter von 50 Jahren gelinge es den Vermittlern nur bedingt, jüngere Neukunden zu akquirieren.

Laut einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers werden für 92 Prozent der Befragten Vergleichsportale für Kfz-Versicherungen den Markt spürbar verändern. Für Hausrat- und Haftpflichtversicherungen seien sie derzeit noch nicht so relevant. 40 Prozent der über das Internet verkauften Kfz-Versicherungen wurden der Studie zufolge 2012 über Vergleichsportale vertrieben. 75 Prozent der deutschen Kfz-Versicherer arbeiten bereits mit Portalen zusammen, die meisten mit Check24.

Der Ausschließlichkeit in die Hände spielen könnten die Ergebnisse des Target-Reports Assekuranz des Marktforschungsunternehmens YouGov. Anders als für junge Kunden sei für 83 Prozent der über 60-Jährigen das persönliche Vertrauensverhältnis zu einem Vertreter wichtig – eine Gruppe, die für Versicherer in Zukunft eine größere Rolle spielen wird. (ell)

Link: Towers Watson

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