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VDMA-Auftragseingänge: Schlüsselsektor der Industrieversicherer

02.12.2013 – fertigung-elektomotorDer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) legt heute die Auftragseingänge der Branche für Oktober vor. Der VDMA vertritt über 3.100 mittelständische Mitgliedsunternehmen der Investitionsgüterindustrie.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist in Deutschland Schlüsseltechnologie und  Wirtschaftsmotor. Mit rund 200 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2013 und fast einer Million Beschäftigten im Inland ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt. Die Versicherungswirtschaft stellt für diesen Sektor unerlässliche Risikodeckungen zur Verfügung, ohne die eine Geschäftstätigkeit gar nicht möglich wäre. Sie ist damit ein wichtiges Bindeglied für den Wettbewerbsstandort Deutschland. Umgekehrt ist dieser Sektor, auf dem eine Vielzahl intelligenter mittelständischer Unternehmen versicherungsmäßigen Geleitschutz rund um die Welt suchen, ein außerordentlich relevanter Markt. Denn gerade der deutsche Maschinen- und Anlagebau genießt weltweit hohes Ansehen. Für den Zeitraum 2010 bis 2012 errechnete sich für die Maschinenproduktion ein stattliches Plus von 24 Prozent. Diese Entwicklung muss allerdings vor dem Einbruch im Jahr 2009 in etwa gleicher Größenordnung relativiert werden. Infolge der Finanzkrise und der international schwächelnden Nachfrage nach Investitionsgütern lagen die Auftragseingänge im September dieses Jahres real um sechs Prozent niedriger als im Vorjahr. Rund zwei Drittel der deutschen Produktion fließen in den Export.

Beim aktuellen Blick auf die Industrie darf natürlich auch nicht der Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp fehlen, der am vergangenen Samstag seine Jahresbilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2012/2103 abhielt. Der angeschlagene Konzern mit rund 150.000 Beschäftigten plant eine Kapitalerhöhung von bis zu zehn Prozent. Das Unternehmen gab jetzt bekannt, einen Käufer für das verlustreiche US-Stahlwerk in Calvert/Alabama gefunden zu haben. Für einen Preis von rund 1,1 Mrd. Euro übernimmt ein Konsortium aus den Stahlkonzernen ArcelorMittal und Nippon Steel den Standort. Für das Unternehmen ist die Transaktion ein wichtiger Erfolg. Unklar bleibt allerdings noch die Zukunft des zweiten, ebenfalls verlustreichen Überseewerks in Brasilien.  Hier stellen sich exemplarisch die Fragen der Absicherung von industriellen Großinvestitionen in diesen Dimensionen. (vwh)

Foto: Fertigung von Elektromotoren (Quelle: Bosch/VDMA)

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