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US-Geldpolitik und Konjunkturerwartungen im Fokus

18.09.2013 – Ben Bernake_FedMit Spannung wird heute um 20.15 Uhr deutscher Zeit die Rede von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke erwartet, in der er den künftigen geldpolitischen Kurs erläutert. Die Finanzwelt erfährt dann, ob die Fed auf die geldpolitische Bremse tritt und weniger Staatsanleihen als bislang aufkaufen wird.

Die US-Notenbank kauft derzeit monatlich Anleihen im Wert von 85 Milliarden auf und unterstützt mit dieser gigantischen Geldspritze die heimische Konjunktur. Angesichts der stetigen Erholung der US-Konjunktur halten Experten wie Trevor Greetham, Leiter der Asset Allocation bei Fidelity Worldwide Investment die Maßnahme für „sinnvoll”, dass die Fed zusätzliche Liquidität reduziert und auf mögliche Zinserhöhungen zusteuert. Mit Wirkung auf den Kapitalmarkt erwartet er, dass „Aktien diesen Prozess der geldpolitischen Normalisierung in den USA besser überstehen werden als Anleihen”.

Auf der Tagesordnung heute dürfte aber auch noch ein weiterer wichtiger Termin stehen. Um 11.00 Uhr veröffentlicht das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) seine Konjunkturprognose zur internationalen und deutschen Entwicklung. Die großen deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute legen jetzt ihre Einzelprognosen vor, bevor sie im Oktober ihr gemeinsames Herbstgutachten herausbringen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft veröffentlichte am 12. September seine Erwartungen zur weltweiten und europäischen Konjunkturentwicklung vor. Für 2013 erwarten die Forscher dort einen gemäßigten Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes von 3,1 Prozent. In der Juniprognose ging das Institut noch von 3,9 Prozent aus und formulierte: “Die Ankündigung der US-Notenbank, ihre Anleihekäufe in absehbarer Zeit zu reduzieren, führte dazu, dass eine Reihe von Schwellenländern durch einen schlagartigen Abzug von Portfoliokapital unter Druck geraten sind. So wird das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung heute ebenfalls melden, das sich das Wirtschaftswachstum in diesen Regionen abflaut und die Konjunktur in den fortgeschrittenen Staaten an Fahrt gewinnt. Für EZB-Präsident Mario Draghi allerdings steckt die Erholung in der Euro-Zone noch „in den Kinderschuhen”. Die Europäische Zentralbank halte deshalb an der lockeren Geldpolitik fest.

Foto: US-Notenbankchef Ben Bernanke (Quelle: Federal Reserve)

Links: Konjunkturprognose des RWI hier ab 11.00 Uhr abrufbarInstitut für Weltwirtschaft mit weltweiter Konjunkturprognose

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