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Signalisiert Schäuble bei Bewertungsreserven Entgegenkommen?

21.11.2013 – gdv-logoDie deutsche Versicherungswirtschaft begeht heute in Berlin ihren Versicherungstag, wobei aus prominenter Sicht die Rolle der Assekuranz als bedeutender Wirtschaftsfaktor herausgestellt werden soll. Mit noch größerer Spannung dürfte aber der Auftritt von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet werden, der den weiteren nationalen und europäischen Kurs in der Finanzmarktregulierung darlegen will und die Folgen der Niedrigzinspolitik beleuchten könnte.

Die Lebensversicherer stöhnen über monatliche Mittelabflüsse von etwa 300 Millionen Euro, die zusätzlich an ausscheidende Versicherungsnehmer gezahlt werden müssen, weil sie Anspruch auf die Hälfte der ihnen zustehenden Bewertungsreserven haben. Diese sind aber bei festverzinslichen Wertpapieren explosionsartig angestiegen, weil alte, höher verzinsliche Kapitalanlagen aufgrund der politisch gewollten Niedrigzinsen mit kräftigen Kursgewinnen bewertet werden. Diese Kursgewinne lösen sich aber in dem Moment in Luft auf, wenn die Papiere fällig und zu 100 Prozent zurückgezahlt werden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) und auch die Deutsche Bundesbank hatten zuletzt Verständnis für die schwierige Lage der Versicherer geäußert, wobei die Mittelabflüsse die Risikotragfähigkeit belastet. Die Versicherer erhoffen sich jetzt ein klares Signal von Schäuble, ob sie Anfang kommenden Jahres mit Hilfe vom Gesetzgeber rechnen können.

Die Versicherer sehen ihre Branche eher als stiefmütterlich behandelt an. Deshalb wollen sie deutlich machen, welchen Stellenwert die Assekuranz im deutschen Wirtschaftsgefüge einnimmt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte kürzlich eine Studie der Prognos AG vorgestellt, der zufolge die Versicherungswirtschaft in den vergangenen Jahren für rund ein Achtel des Wirtschaftswachstums steht. Den Stellenwert der Versicherungswirtschaft werden heute aus Sicht der Wirtschaft BDI-Präsident Ulrich Grillo und aus Sicht der Verbraucher Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) beleuchten. GDV-Präsident Alexander Erdland wird die Bedeutung der Versicherer für die Volkswirtschaft aus Branchensicht darlegen. (brs)

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