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Risiko Seefahrt

19.09.2013 – PiratenVor der Havarie der “Costa Concordia” hat sich niemand vorstellen können, dass die Bergung eines Wracks mehr als eine Milliarde Euro kosten könne. “Und es ist möglich, dass das noch nicht das Ende ist”, resümiert Dieter Berg von der Münchner Rück Versicherungsgesellschaft im Handelsblatt. Menschliches Versagen ist eine Möglichkeit hohe Versicherungskosten auf hoher See zu verursachen, menschliche Absicht eine andere. Stichwort Piraten, wie beim internationalen Treffen der maritimen Versicherer in London auf der IUMI 2013 deutlich wurde.

costaconcordiaSeit Tagen stehen die spektakulären Bergungsaktivitäten rund um die “Costa Concordia” im Rampenlicht der Weltöffentlichkeit. Das Schicksal der 32 Toten läßt passionierte Kreuzfahrer erschauern. Mit Schrecken realisieren auch die Versicherer die ausufernden Kosten und sie haben schon reagiert: Um 30 Prozent sind die Rückversicherungsprämien für Kreuzfahrtschiffe seit dem Unglück im Januar 2012 explodiert, mit weiter steigender Tendenz.

Prämientreibende Kraft entfaltet auch die steigende Gefahr durch Piraterie. Auf der soeben zu Ende gegangen IUMI 2013 warnten Experten vor einer neuen Dimension der Piraterie vor der westafrikanischen Küste. Während in der Vergangenheit Einzelkämpfer von der somalischen Küste aus operierten hat sich das Geschen nun in den Golf von Aden verlagert. Zudem hätten sich mafia-ähnliche Strukturen mit einer lückenlosen Verwertungskette der erbeuteten Güter herausgebildet. Auch in diesem Bereich ist mit steigenden Prämien für Versicherungsunternehmen zu rechnen. Die Meer bleibt also weiter rau für Versicherer wie für Seefahrer.

Foto: Teure Schäden: Havarie und Piraterie (Quelle: vvw)

Link: Warnung der IUMI (engl.)

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