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Präsident des BdB, Jürgen Fitschen, „zu aktuellen Problemen“

23.07.2013 – fitschenIn der größten Imagekrise der deutschen Bankengeschichte hat Mitte April Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank, das Amt des Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) übernommen. Heute findet in dem Verbandshaus in Berlin Mitte die Pressekonferenz nach 100 Tagen Amtszeit statt.

Die in der Ankündigung recht pauschal formulierte Agenda der Pressekonferenz „…zu aktuellen Themen“ soll womöglich ein Business as usual vorspiegeln, das bei weitem in dem ehedem wichtigen Spitzenverband noch nicht wieder herrscht. Die Reputationskrise der Banken jedenfalls hat Fitschen seit Amtsantritt nicht mildern können. Selbst etwas rumpelnd wegen seines abwegigen Interventionstelefonats beim hessischen Ministerpräsidenten gestartet, dringen die eher routinehaften Wortmeldungen des 64 Jährigen in den Medien bislang kaum durch. Zumeist sprach er sich gegen das in Brüssel favorisierte Konstrukt der Trennbanken aus, das zeitweise auch führende Köpfe der deutschen Versicherungswirtschaft propagierten.
Das Verhältnis zwischen Versicherungswirtschaft und Banken gilt nicht nur deshalb als gespannt. Die Versicherer leiden darunter, dass die regulatorische Dynamik, die nach Ausbruch der Bankenkrise ungerechter Weise auch sie trifft. Die Banken stört, dass Versicherer als Investoren immer mehr in bisher von ihnen als Kerngeschäft betrachtete Finanzierungsgefilde eindringen. Von einstigen Strategien, den „Vorsorgemarkt Deutschland“ in einer gemeinschaftlichen Anstrengung zu vitalisieren, ist nicht einmal mehr bei den kühnsten Visionären die Rede. Und über der ganzen Kreditbranche pendelt zudem das Damoklesschwert der Europäischen Bankenaufsicht mit regulierten Boni und drastischen Abwicklungspartituren.
So kann Fitschens Medienauftritt heute in Berlin – nicht zuletzt in dem nachrichtenarmen Sommerloch – durchaus mit Medienresonanz rechnen, wenn denn der BdB-Präsident nach seiner Einarbeitungszeit mit wirklich weiter führenden News und Positionen aufwarten kann; vielleicht auch zu dem Verhältnis zwischen Banken- und Versicherungswirtschaft.
Ab 14.00 Uhr ist unter www.bdb.de mit Mitteilungen zu rechnen.

Foto:Deutsche Bank

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