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Muskel- und Skeletterkrankungen sind besonders teuer

17.12.2013 – Heute stellt der BKK Dachverband e.V. in Berlin seinen „Gesundheitsreport 2013“ vor. Einen Schwerpunkt bilden Muskel- und Skeletterkrankungen und ihre Auswirkungen auf das Gesundheitssystem.

Erkrankungen und Beschwerden des Bewegungsapparates zählen zu den häufigsten Gesundheitsproblemen. Seit 2005 sind die betrieblichen Fehlzeiten, die auf diese Krankheitsbilder zurückzuführen sind, um ein Drittel gestiegen. Für die Betroffenen sind damit Schmerzen und Leid verbunden, für die sozialen Sicherungssysteme stellen diese Erkrankungen einen erheblicher Kostenfaktor dar: Fast ein Viertel der Arbeitsunfähigkeits-Tage und fast ein Fünftel der gesundheitlich begründeten Frühverrentungen waren in den letzten Jahren jeweils auf diese Diagnosegruppe zurückzuführen. Entsprechend hoch sind die entstehenden betriebs- und volkswirtschaftlichen Kosten.

Bereits zum 37. Mal geben die Betriebskrankenkassen ihren jährlichen Gesundheitsreport heraus. Auch der 2012er Report, der in Zusammenarbeit mit dem BQS Institut für Qualität & Patientensicherheit erstellt wurde, stellte bei Männern und Frauen gleichermaßen Rückenbeschwerden als die Nummer 1 bei den Krankschreibungen heraus. Danach folgten bei den Frauen Depressionen und Atemwegsinfektionen, bei Männern die gleichen Diagnosen, nur in umgekehrter Reihenfolge. Zwar stecken laut Deutscher Schmerzliga hinter Rückenschmerzen nur sehr selten ernsthafte Erkrankungen. So sind Krebs- und Rheumaleiden bei weniger als einem Prozent der Betroffenen die Schmerzursache und nur vier bis sieben Prozent gehen auf das Konto von Bandscheibenvorfällen oder Einengungen des Wirbelkanals. Bei etwa neun von zehn Patienten handelt es sich demgegenüber um sogenannte „funktionelle“ oder „unspezifische“ Rückenschmerzen, die dennoch sehr schmerzhaft und langwierig sein können.

Gesetzliche und private Krankenversicherungen leisten nicht in dem gleichen Maße, wenn es im Rücken schmerzt. Beispiel Akupunktur: Wer in einer gesetzlichen Kasse versichert ist, erhält diese Behandlungsmethode seit 2007 nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa wenn die Lendenwirbelsäule betroffen ist und ein Arzt mit Zusatzausbildung aufgesucht wird. Zum Heilpraktiker darf man in aller Regel nicht gehen. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten für Akupunktur in einem weiter gefassten Rahmen. Allerdings ist dies vom Tarif abhängig. Laut der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA) erfolgt die Kostenübernahme in der Regel bei der Behandlung von Schmerzen, immer wieder aber auch bei anderen Indikationen wie Allergien, Infektanfälligkeit oder Schlafstörungen.

Welche präventiven Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch? Auch dazu wird sich der BKK Dachverband am Rande der Präsentation des Gesundheitsreports äußern und eine bewährte, interdisziplinäre Methode näher vorstellen. Mehr dazu im morgigen Tagesreport. (epo)

Link: DOSSIER

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