Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Kreis unbekannter Risiken wächst

06.09.2013 – Die richtigen Inhalte an die richtigen Personen zu kommunizieren, sei ein primäres Ziel des Risk-Managements, erklärte Daniel S. Glaser, Chief Executive Officer von Marsh&McLennan auf dem zweiten Tag des DVS-Symposions. In einer dynamisch vernetzten Risikolandschaft legen Kunden ihren Fokus verstärkt auf einen effizienten Umgang mit den Emerging Risks.

“Der heutige Risikotransfer wurde verbessert, Risiken können adäquater kalkuliert werden”, erklärte Stefan Sigulla, Vorstandsmitglied der HDI-Gerling Industrieversicherung. Die Bereitschaft zu einer konstruktiven und großzügigen Partnerschaft sei grundsätzlich gegeben. An einer kontinuierlichen Optimierung der Schadenregulierung werde jeden Tag gearbeitet, fügte Hans-Jürgen Allerdissen, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Versicherungsschutzverbandes (DVS), hinzu. Im Vergleich zum englischen Konzept des “Loss Adjustment” bevorzugt er nach wie vor die deutsche Praxis der Schadenregulierung.

Dass Versicherer in den vergangen Jahren durchgängig unter ihrem Buchwert gehandelt wurden, liegt nach Aussagen von Sigulla an der geringen Attraktivität des Versicherungsproduktes: “Wir haben versagt, unser Geschäftsmodell deutlich zu machen.” Viele würden das Versicherungsprodukt nicht verstehen.

Indes schreitet der Abbau makroökonomischer Ungleichgewichte auf EU-Ebene voran. Insgesamt habe sich die Stimmungslage in Europa verbessert. “In den kommenden Jahren wird die Weltwirtschaft wieder von Industrieländern getragen, nicht mehr von den Schwellenländern”, prognostizierte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. Die europäische Wirtschaft sei am Ende der Rezession angekommen. Ab 2014 gebe es im EU-Raum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent. Trotzdem müsse sich die nächste Regierung stärker mit den Investitionsbedingungen in Deutschland befassen. Heise fordert die Einführung einer Agenda 2020, um Investitionstätigkeiten anzukurbeln. Die Leitzinsen werden aufgrund des verhaltenen Inflationsdrucks noch einige Monate im Tief verharren, so Heise.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten