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Kfz-Versicherer und Autohersteller: Kooperation wird schwieriger

26.11.2013 – BusinessforumWerkstattsteuerung, Schadenverhütung und Telematik sind die Schwerpunkte des 1. Kongresstages „Aktives Schadenmanagement“, das das BusinessForum21 (BF21) in Köln veranstaltet. Aktueller Hintergrund für neue Probleme in der Partnerschaft zwischen Kfz-Herstellern und Autoversicherern ist das neue EU E-Call-System, dass ab 2015 Einzug in die Neuwagen auf deutschen Straßen halten wird.

Die neue Technik, die Bewegungsprofile für Auto und Nutzer ermöglicht und im Schadenfall automatisch Meldung macht, weckt viele Begehrlichkeiten und befeuert neue Geschäftsmodelle. Vor allem die Schadensteuerung dürfte einen Quantensprung erleben. Daher tobt hinter den Kulissen längst der erbitterte Kampf um die Datenvorherrschaft. Mit Spannung dürften daher die Vorträge der großen Kfz-Hersteller Volkswagen, BMW und Mercedes erwartet werden. Die Tophersteller sind nämlich ihrer Zeit weit voraus. So stellt Harald Schuster, Leiter Versicherung der Mercedes-Benz Bank AG aktuelle Mobilitätskonzepte sowie einen bereits im Praxistest befindlichen „Pay-as-you-drive“-Tarif aus der Flottenversicherung vor. Angesichts des aktuellen Starts eines solchen Tarifs für Privatkunden durch die Sparkassenversicherung S-Direkt in Kooperation mit dem spanischen Kommunikationsunternehmen Telefónica, dürfte es an dieser Stelle auf dem der BF21-Schadenkongress zu heißen Diskussionen kommen. Vielleicht muss die Branche ihre Botschaft, dass im deutschen Markt private Telematik-Tarife keine Rolle spielen werden, revidieren. Welche Relevanz die neuen Telematiksystem für den Vertrieb, für die Kundenbindung und das Schadengeschäft haben, ist Schwerpunkt des Vortrages von Frank Woesthoff, Geschäftsführer des Volkswagen Financial Services. Die BMW-Group wird aufzeigen, was sich auf dem Gebiet der  Diagnose-, Reparaturtechniken und dem Schadenmanagement bei Premium-Herstellern tut. Schwere Verwerfungen gibt es im Sachverständigenwesen. Ein Grund: Die Zahl der Kfz-Unfälle und somit die Aufträge für Gutachter sinken. Daher stellt Fred Biedermann, Kfz-Schadenexperte der SV SparkassenVersicherung zur Diskussion, ob hauseigene Sachverständige nicht längst überflüssig geworden sind. Vor Abhängigkeiten der Prüfdienste warnt Eberhard Wilkes, Sicherheitsexperte der KRAVAG Versicherung, die der R+V Versicherungsgruppe angehört. Abgerundet wird der 1. Kongresstag des BF21-Forums mit Hinweisen zur Schadenverhütung aus Sicht der Theoretiker des Allianz Zentrums für Technik und aus Sicht eines Praktikers, des Rennfahrers Christian Danners. (usk)

Link: Aktives Schadenmanagement (pdf)

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