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Infrastrukturinvestitionen – Pläne und Chancen

02.10.2013 – auto-strasseHeute kommt die Sonder-Verkehrsministerkonferenz, ein dem Bundesrat angegliedertes Konferenz-Gremium, unter der Leitung des früheren Bundesverkehrsministers Kurt Bodewig (SPD) in Berlin zusammen. In dem ehemaligen Preußischen Herrenhaus an der Leipziger Straße will Bodewig seinen Kollegen neue Vorschläge zum Thema Verkehr vorlegen. Das scheint, nach einem Blick auf Deutschlands Straßen, auch dringend geboten. Laut Einladungsschreiben ist der einzige Tagesordnungspunkt: Nachhaltige Verkehrsinfrastrukturfinanzierung.

“Es geht um Leben oder Tod”, mit diesen drastischen Worten forderte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas vor wenigen Tagen beim informellen Verkehrsministerrat in Vilnius von den EU Staaten eine deutliche Steigerung der Infrastrukturinvestitionen. Denn nach dieser Lesart ginge ein Ausbleiben der Investitionen auf Kosten der Sicherheit und damit zu Lasten der Gesundheit der Verkehrsteilnehmer. In Zahlen ausgedrückt: Lediglich 0,8 Prozent (Stand 2008) des BIP betragen die Aufwändungen der EU Staaten in ihre Infrastruktur und damit fast nur noch halb soviel wie noch 1975 mit 1,5 Prozent; bei gleichzeitig drastisch gestiegenem Verkehrsaufkommen. Diese Lücke will die EU mit einer Maut geschlossen sehen, allerdings mit einer Maut, die nicht, wie das Modell des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) vorsieht, nur für Ausländer gilt, sondern für alle Verkehre und für alle Nutzer.

Damit eröffnen sich auch für die Versicherungswirtschaft neue Investitionsmöglichkeiten, Stichwort Private-Public-Partnership (PPP)

Dazu Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied der Münchner Rück: “Wir sollten die anstehenden Milliardeninvestitionen [...] in die notwendige Modernisierung der Infrastruktur nicht nur als Belastung für Staat und Gesellschaft sehen, sondern auch als Chance. Und diese müssen wir nutzen. Wo in Infrastruktur investiert wird, entstehen Arbeitsplätze — nicht nur im Bausektor, sondern später auch in anderen Sektoren wie Industrie, Bildung und Transport. Einer Studie zufolge führt die Erhöhung des Infrastrukturkapitalstocks um zehn Prozent langfristig auch zu einem Anstieg der Wirtschaftsleistung pro Kopf um bis zu einem Prozent. Kosten für Infrastrukturprojekte heute sind also Investitionen in den Wohlstand von morgen.” Hintergründe und weiterführende Informationen zum Thema Verkehr und Mobilität in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft (Heft 19/2013) mit dem Titelthema Zukunft der Verkehrssysteme unter untenstehendem Link.

Foto: Freie Fahrt für sicheren Verkehr (Quelle: Daimler)

Links: Antriebswelle Auto – die Zukunft der Verkehrssysteme, Tagesordnung Sonder-Verkehrsministerkonferenz (PDF), Aufsatz Torsten Jeworrek: Infrastruktur als Chance

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