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Immobilienwirtschaft – Wie rentabel sind Investitionen?

26.07.2013 – hausDie Zahl der verkauften Häuser in den USA ist im Juni auf ein Fünfjahreshoch und um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit übertrifft die Erholung des Immobiliensektors sogar noch die positiven Erwartungen der Volkswirte. Adrian Brass, Manager des Fidelity America Fund, erklärt: „Der anhaltende Aufwärtstrend am US-Immobilienmarkt ist für den Konsum in Amerika von zentraler Bedeutung.“ Doch wie sieht es mit der Europäischen und Deutschen Immobilienwirtschaft aus? Lohnen sich hier Investitionen der Versicherer oder ist der Markt eher mit Vorsicht zu betrachten?

Für Versicherer wird es zunehmend interessant, stärker als bisher als Kreditgeber bei der Finanzierung von Gewerbeimmobilien aktiv zu werden. Bislang spielen Finanzierungen von gewerblich genutzten Immobilien für deutsche Versicherer eine eher untergeordnete Rolle. In den vergangenen Jahren ist dieser Posten auf niedrigem Niveau sehr stabil geblieben. Zuletzt zeichnete sich auf Basis der Daten der Kapitalanlagestatistik trotz einzelner großvolumiger Finanzierungen noch kein signifikanter Anstieg ab. Versicherer konzentrieren sich bislang fast ausschließlich auf die Finanzierung von Core-Immobilien. Dabei handelt es sich um annähernd voll vermietete Spitzenobjekte in bester Lage mit guter Mieterstruktur und -bonität. In dieses enge, scheinbar risikoarme Marktsegment drängen derzeit aber viele Immobilieninvestoren, die als Reaktion auf die Finanzkrise vorsichtiger agieren und ihre Risiken abbauen wollen. Die zunehmenden Aktivitäten von Versicherern als Kreditgeber sind im derzeitigen Umfeld ein Segen für die Immobilienmärkte, die nach wie vor schwer unter den Folgen der Finanzkrise leiden. Banken als klassische Fremdkapitalgeber ziehen sich immer mehr aus diesem Geschäftsfeld zurück; sie sind bestrebt, den Risikogehalt in der Bilanz zu verringern.
Die PwC-Studie „Emerging Trends in Real Estate 2013“ zeigt einerseits, dass 45 Prozent der Befragten erwarten, dass die Immobilienpreise mindestens noch bis 2017 stagnieren, andererseits geben vier von fünf Befragten an, dass die Krise der Eurozone neue Möglichkeiten für ihr Unternehmen geschaffen habe. Zudem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Investoren gegenwärtig weniger auf Investmentstrategien für ganze Regionen oder Sektoren setzen, sondern sorgfältig die Ziele für ihre Investments auswählen, die Erträge und Sicherheit versprechen. Positiv für den Deutschen Immobilienmarkt ist, dass mit München, Berlin und Hamburg neben London und Istanbul 2013 gleich drei deutsche Städte unter die fünf attraktivsten Standorte für Real-Estate-Investments in Europa fallen. Auch nach Aussagen des Deloitte-Reports „Ausblick Real Estate“ herrscht in der Deutschen Immobilienwirtschaft positive Stimmung. Doch bereits 2012, als der Ausblick für die Immobilienbranche noch nicht so positiv aussah, kündigte die Allianz an, mehr Geld in Immobilien zu investieren. Im Hinblick auf die Probleme der Banken, die wegen der strengeren Regulierung immer mehr Eigenkapital vorhalten müssen und sich im aktuellen Umfeld mit der Refinanzierung großvolumiger und langlaufender Immobiliendarlehen schwer tun, erklärte Olivier Piani, Vorstandschef von Allianz Real Estate: „Wir haben etwas, was die Banken nicht haben: finanzielle Mittel, die wir sehr langfristig anlegen können, ohne dass es wehtut.”

Foto: Immer mehr erfüllen sich den Traum vom Haus (Quelle: Archiv/vvw)

Links: PWC (PDF), Deloitte (PDF), Bafin

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