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Hannover Rück mit leicht erhöhtem Konzerergebnis

07.08.2013 – HannoverReDer weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück steigerte im ersten Halbjahr das Konzernergebnis um 0,6 Prozent auf 407,7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hannover Rück-Chef Ulrich Wallin erklärte, dass diese leichte Erhöhung „durch ein um 85 Prozent gestiegenes versicherungstechnisches Ergebnis in der Schaden-Rückversicherung getragen“ wurde. Dadurch konnte der „Ergebnisrückgang in der Personen-Rückversicherung sowie die etwas reduzierten Kapitalanlageerträge mehr als ausgeglichen“ werden.

Die Ergebnisentwicklung in der Personen-Rückversicherung blieb nach Mitteilung des Konzerns „unter den Erwartungen“. Das Konzernergebnis betrug hier 83 Millionen Euro nach 128 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das lag „im Wesentlichen an Belastungen, die in einem Teil des US-amerikanischen Mortalitätsgeschäfts aufgetreten sind“. Die gebuchten Bruttoprämien in der Personen-Rückversicherung stiegen im ersten Halbjahr um 11,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Ein besonderes Wachstum verzeichnete der Konzern hier in den Zukunftsmärkten wie Lateinamerika, Osteuropa und Asien.

In der Schaden-Rückversicherung erhöhten sich die Bruttoprämien gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 0,4 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro nur leicht. Der Konzern führt dies auf den zunehmenden Wettbewerb und zum anderen auf die disziplinierte Zeichnungspolitik der Hannover Rück zurück. „Aus Profitabilitätsgründen konzentrieren wir unsere Zeichnungen nur auf das Geschäft, das unsere Margenanforderungen erfüllt. Wir sind auch bereit einen Rückgang der Prämien hinzunehmen“, erklärte Wallin. Die Überschwemmungen in Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern kosten den Konzern 136,9 Millionen Euro. Hinzu kommen einige weitere Großschäden wie der Hagelschaden in Deutschland und ein Flutereignis in Kanada. Ingesamt beläuft sich die Belastung auf 259,5 Millionen Euro. Das Großschadenbudget wurde nur leicht überschritten. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote sank in diesem Bereich von 96,8 Prozent im Vorjahreszeitraum auf jetzt 94,4 Prozent. Der Konzernüberschuss erhöhte sich in diesem Sektor um 18,6 Prozent auf 362,1 Millionen Euro.
Mit den Vertragerneuerungsrunden in der Schaden-Rückversicherung ist die Hannover Rück zufrieden. Wegen des erhöhten Wettbewerbsdrucks im US-Katastrophengeschäft hat der Konzern dort sein Schaden-Rückversicherungs-Portfeuilles auf nun 8 Prozent zurückgefahren. Im privaten und kommerziellen Sachgeschäft konnte das Unternehmen leichte Preissteigerungen erzielen.
Insgesamt erwartet der Konzern einen Nachsteuergewinn von 800 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2013 zu erreichen.

Link: Halbjahresbericht 2013

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