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Handelsblatt-Jahrestagung: Austausch zur Energiewende

26.08.2013 – bohrinselVon heute bis zum 28. August diskutieren Experten aus Politik, Unternehmen und Verbänden auf der 4. Handelsblatt-Jahrestagung “Erneuerbare Energien 2013″, wie der ökologische Umbau in Deutschland gelingen kann. Die Versicherungsbranche übernimmt als Risikoträger und Kapitalgeber eine zentrale Funktion für das Gelingen der Energiewende.

Insbesondere gegenüber Risikodeckungen von Offshore-Windenergie-Anlagen, denen Experten das größte Potential für die Energiegewinnung zusprechen, sind viele deutsche Versicherungsunternehmen noch skeptisch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) fordert deshalb: „Um ausreichenden Versicherungsschutz zur vernünftigen Preisen zu Verfügung zu stellen, müssen Offshore-Windparks von vorneherein so geplant werden, dass die Häufigkeit von Schäden möglichst minimiert werden. Noch bilden bei den Versicherungskonsortien für Windanlagen in der Nord- und Ostsee ausländische Unternehmen die Mehrheit. Thomas Haukje, Geschäftsführer der Nordwest Assekuranz, einer der bundesweit führenden Offshore-Versicherungsmakler mit über 200 Mitarbeitern und selbst bei der Handelsblatt-Jahrestagung vor Ort, beobachtet, dass sich immer mehr deutsche Versicherer bei diesen Projekten engagieren. “Das sind Axa, Allianz und HDI-Gerling.”

Die Energiewende ist derzeit das größte ökonomische und technische Projekt in Deutschland. Die Versicherungswirtschaft ermöglicht den Ausbau, in dem sie versicherungstechnische Expertise bereitstellt und innovative Versicherungslösungen anbietet. Auf der anderen Seite kann die Branche aber auch als Kapitalgeber eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Energiewende liefern. Bereits im Frühjahr dieses Jahres erklärte der GDV, dass die Versicherer verstärkt in die Energiewende investieren wollen. Die künftige Versicherungsaufsicht Solvency II sieht allerdings eine unverhältnismäßig hohe Eigenkapitalunterlegung für Investitionen in Infrastrukturprojekte mit Erneuerbaren Energien vor. Eine Beteiligung an einem Windpark wird genauso eingestuft wie eine viel riskantere Investition in einen Hedgefonds. Der GDV fordert deshalb eine neue gesonderte Risikoklasse.

Laut einer Umfrage unter 30 europäischen Versicherern würde eine Mehrheit gerne zehn Prozent ihrer Mittel in alternative Investments wie Immobilien, Aktien und Windräder stecken. Wie die deutschen Versicherer über Investitionen in Infrastrukturprojekte der Energiewende denken, informiert das DOSSIER.

Foto: Offshore-Windpark alpha ventus in der Nordeee (Quelle: alpha ventus)

Link: Informationen über die Handelsblatt-Jahrestagung 2013

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