Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Gesundheitsmarkt nach der Wahl

14.01.2014 – GesundheitsmarktGroß war vor der Bundestagswahl die Nervosität bei den Vertretern der privaten Krankenkassen, ob das duale System von PKV und GKV in dieser Form auch die nächsten Jahre Bestand haben wird. Mit der Verabschiedung des Koalitionsvertrages und der Nominierung von Hermann Gröhe zum Bundesgesundheitsminister – und eben nicht Karl Lauterbach – haben sich die Gemüter zwar beruhigt. Diskussionsbedarf besteht aber weiter, wie der heute in Berlin beginnende Gesundheitskongress “Gesundheitsmarkt nach der Wahl – Welche Veränderungen kommen” beweist.

Dualität oder Konvergenz, Qualität oder Staatswirtschaft? Das sind Fragen, die auch nach der Bundestagswahl weiter schwelen. Zwar sieht der Koalitionsvertrag zwischen Union und der SPD keine Änderungen am zwei Säulen-Versorgungssystem von GKV und PKV vor. Doch es gibt Gesprächsbedarf: Welche Konsequenzen hat der Vertrag für den Gesundheitsmarkt ganz generell?

Der Verband der privaten Krankenversicherung in Deutschland (PKV) plädiert unbedingt für die Beibehaltung des bisherigen Systems und verweist auf die weltweit unbestrittene Qualität der Gesundheitsvorsorge in Deutschland. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen zu medizinischen Einrichtungen, dafür aber Wahlfreiheit. Dies sei ein direktes Produkt der Konkurrenzsituation zwischen GKV und PKV. Als Beispiel verweist Gastredner Timm Genett, Geschäftsführer im Verband der privaten Krankenversicherung e.V., gegenüber VWheute auf die Compass-Pflegeberatung hin, die von den Gesetzlichen Kassen übernommen wurde. Hier wird Generationengerechtigkeit mit Leben erfüllt. Bei einem rein staatlich regulierten System sinkt danach die Qualität und steigt das Risiko der Bevormundung. Auch wenn Gegner der Dualität auf die Probleme europäischer nachbarn hinweisen, die Lage in Deutschland ist grundlegend verschieden und damit nicht vergleichbar.

Tatsächlich gibt es im Land – nicht auf dem Land – eine medizinische Überversorgung, wie Meldungen aus Ballungsgebieten wie München, wo allein drei städtische Krankenhäuser wegen Überschuldung vor dem Aus stehen.

Aus dieser Gemengelage versuchen ab heute hochrangige Experten aus der Politik, der Gesundheitsbranche wie Verbandsvertreter die Linien für die nächsten vier Jahre zu identifizieren. (ak)

Link: Gesundheitsmarkt nach der Wahl

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten