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Fidelity Marktprognose zur Bundestagswahl: Es bleibt alles anders

23.08.2013 – fidelity-logoEine der weltweit größten Vermögensverwalter, die an der amerikanischen Ostküste beheimatete Fidelity Investments (FMR LLC), hat pünktlich einen Monat vor der Bundestagswahl einen Marktkommentar zu möglichen Wahlgewinnern und Verlieren, sowie zu Koalitionen und deren politischen Perspektiven verfasst. Wie auch immer die Wahl tatsächlich ausgehen wird, klar ist schon jetzt, sie wird Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Märkte in Deutschland und ganz Europa haben.

Vom kranken Mann Europas zu einer besonders stabilen Säule der Weltwirtschaft habe sich Deutschland dank harter Reformen in den letzten Jahren entwickelt. “Made in Germany” verfüge im globalen Vergleich über eine ausgezeichnete Wettbewerbsfähigkeit, zudem habe sich die Wirtschaft besonders in den Schwellenländern Marktanteile erobert und das bei soliden, stark entschuldeten Bilanzen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Bostoner Finanzdienstleister optimistisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Stabilität in Deutschland, egal welche Koalition nach dem 22. September letztendlich das Sagen habe.

Mit Blick auf die europäischen Krisenländer fordert Fidelity auch dort Reformen, wie sie Deutschland in den letzten zehn Jahren vollzogen hat. Insgesamt rechnet Fidelity mit einer Fortsetzung der Europapolitik, egal wer gewinnt, “denn die brutale Wahrheit ist schlicht und ergreifend, dass es sich auch Deutschland nicht leisten kann, allein die Schulden der europäischen Krisenländer zu stemmen”, so der Manager des Fidelity European Growth Fund, Matt Siddle, in seinem Marktkommentar und ergänzt: “Die global leicht verbesserten Wirtschaftsdaten bedeuten in Kombination mit den ersten Anzeichen für das Ausklingen des Anleiheankaufprogramms in den USA, dass die langfristigen Zinsen langsam wieder anfangen dürften, sich von ihren Rekordtiefständen zu entfernen. Das gilt für Deutschland, aber auch für die USA sowie Großbritannien und übt Druck auf die langfristigen Anleihepreise aus. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich für Investoren, in Qualitätsaktien zu investieren, deren Dividenden eine höhere Rendite als Anleihen versprechen”.

Erheblichen Diskussionbedarf sieht hingegen Tristan Cooper, Analyst für Staatsanleihen bei Fidelity Worldwide Investment, für die Zeit nach der Wahl: “Die Wahl in Deutschland wird auf jeden Fall dazu beitragen, dass die relative Ruhe bei kontroversen Themen in Europa, bei denen Deutschland aktuell eher in Deckung geht, ein Ende haben wird. Ein erster Lackmustest wird das nächste Treffen der Eurogruppe am 14. Oktober werden. Portugal und Griechenland stehen dort prominent auf der Agenda – und man darf gespannt sein, welche Haltung Deutschland nach der Wahl in Bezug auf die Unterstützung der Peripherieländer einnimmt. Insbesondere Portugal könnte eine weitere Lockerung seiner fiskalpolitischen Ziele anstreben, und es ist mit einer hitzigen Debatte über die Nachhaltigkeit des Schuldenabbaus in beiden Ländern zu rechnen.

Link: Bundestagswahl lässt Märkte wieder auf Eurokrise fokussieren

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