Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

DIA-Studie: Direktversicherung versus Riester-Rente

15.08.2013 – Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat sich mit der Frage befasst, wie man beim Entscheidungsprozess zwischen einer staatlich geförderten Riester-Rente oder dem Einstieg in eine Direktversicherung im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersversorgung Hilfestellung geben kann. Die Untersuchungsergebnisse will das Institut heute Mittag der Presse in Berlin präsentieren.

Untersucht worden sind der Vorankündigung zufolge unter anderem welche Belastungen sich im Rahmen der nachgelagerten Besteuerung bei der betrieblichen Altersversorgung mit Blick auf die volle Sozialverbeitragung ergeben und welche Vorteile dieses Bruttosparen aufzeigt.

Der Absatz von Riester-Produkten war zu Beginn dieses Jahres ins Stocken geraten. Neben wiederholten medialen Attacken ist auch festzustellen, dass SPD und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) zur Riester-Rente auf Distanz gegangen sind. Mit gut 15 Millionen Riester-Verträgen ist eben bis heute nicht die Durchdringung erreicht worden, die für eine zusätzliche Absicherung breiter Bevölkerungsschichten zum (weitgehenden) Ausgleich des gesunkenen Rentenniveaus notwendig wäre.

Auf der Anbieterseite wird wiederum etwa vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bemängelt, dass dem Staat nach zehn Jahren Riester der Wille zu durchgreifenden Reformen fehlt. Wichtig wäre etwa eine Dynamisierung wie die Aufgabe der starren Förderhöchstgrenzen. So sollte die Spargrenze bei vier Prozent der jeweils geltenden Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung gelten. Auch könnte der Kreis der förderberechtigten Riester-Sparer etwa auf Selbstständige ausgeweitet werden. Bei aller Kritik an Riester muss man aber in Zeiten extrem niedriger Zinsen festhalten, dass die staatlichen Zulagen eindeutig Rendite stabilisierend wirken.

Bei der betrieblichen Altersversorgung schießen viele Arbeitgeber Geld zu und übernehmen zumeist auch noch die Verwaltungskosten. Allerdings ist die betriebliche Altersversorgung bei kleinen und mittleren Unternehmen kaum verbreitet. Nimmt der Arbeitnehmer sein Recht auf Entgeltumwandlung war, ist er auf sich allein gestellt. Kritik gibt es an der damit verbundenen Sozialabgabenbefreiung etwa vom Sozialverband Deutschland (SoVD). Er befürchtet, dass hierdurch die Rentenansprüche der Arbeitnehmer weiter geschmälert werden und so das ohnehin sinkende Rentenniveau weiter gedrückt wird. Der SoVD fordert von daher die Abschaffung der Abgabenfreiheit.

Link: Studie ab 12.30 Uhr in der Rubrik DIA-LAB abrufbar

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten