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Computermodelle und viele Konjunktive – neuer Bericht des IPCC

30.09.2013 – erde-sturmMit Spannung wurde der fünfte UNO-Bericht zum Klimawandel erwartet, bis zum Schluß rangen Wissenschaftler, Aktivisten und Regierungen um Formulierungen und Konsequenzen. Am vergangenen Wochenende war es nun soweit: In Stockholm stellte das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) eine 36-seitige Kurzversion des UNO-Reports über die naturwissenschaftlichen Aspekte des Klimawandels der Öffentlichkeit vor: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte in einer Videobotschaft, der neue “unparteiische” Bericht des IPCC sei eine wesentliche Grundlage für ein neues ehrgeiziges Klimaschutzabkommen.

Seit 15 Jahren gibt es keinen Anstieg der durchschnittlichen Temperaturen auf der Welt. Neueste Beobachtungen belegen ein Anwachsen des antarktischen Eispanzers auf Rekordniveau und auch die Eisbärenpopulationen, beliebtes Symboltier der Umweltschützer und Klimawarner, erfreuen sich größter Zuwächse. Erklärungen dafür gibt es bislang keine, auch der neue, numehr fünfte UNO-Bericht zum Wandel des Weltklimas hat für die Stagnation der Globaltemperatur keine Erklärung. Dass der Mensch die Hauptverantwortung für die Erderwärmung trägt, hält der IPCC-Bericht trotzdem für erwiesen. Hatte das UN-Gremium die Wahrscheinlichkeit im vierten Sachstandsbericht noch mit 90 Prozent angegeben, bezeichnete er die Thesen jetzt zu 95 Prozent als “extrem wahrscheinlich”. 840 Wissenschaftler aus 38 Ländern haben Tausende Studien gesichtet, um den Stand des Wissens über die Umwelt zu ermitteln. Fast 55.000 kritische Kommentare seien von mehr als tausend Gutachtern bewertet worden. Im Einzelnen kommt der Bericht zu folgenden Feststellungen:

Der Meeresspiegel soll bis zum Jahr 2100 um 26 Zentimeter ansteigen; auch wenn es aktuell, wie bestätigt wird, keine signifikante Beschleunigung gibt.

Verschobene Klimazonen, glauben die Klimaforscher, sorgen für Ernteausfälle und Hungersnöte.

Dürren und Hitzewellen werden befürchtet.

Eine durch CO 2 verursachte Versauerung der Ozeane könnte das Wachstum von Algen, Muscheln und Korallen beeinflussen, wobei diese sich bei wesentlich schlechteren Umweltbedingungen vor Millionen von Jahren ganz prächtig entwickelt haben.

Bis Ende des Jahrhunderts drohten 15 bis 55 Prozent der Gletschermasse in außerpolaren Regionen zu schwinden. Wobei hier nur stichprobenartig ein paar Dutzend Gletscher von weltweit mehr als 150.000 Eisfelder berücksichtig wurden.

Trinkwasserreservoire ganzer Regionen sind damit in Gefahr.

Auffällig in dem Bericht sind die vielen Konjunktive und Formulierungen wie: “Wir glauben, dass…”, “Es ist ein Rätsel, dass…”, “Noch wissen wir nicht, wie…”. Unbestritten über alle Lager hinweg ist aber eines: Das Klima auf der Erde war noch nie “stabil”, sondern unterliegt einem permanenten Wandel und ob sich tatsächlich mittels milliarden- oder gar billionenschwerer Programme an einem imaginären Welt-Thermostat die globale Temperatur auf einen willkürlich festgelegten Wert einstellen lässt, muss bezweifelt werden. Völlig unerforscht ist in dem Zusammenhang auch der Einfluss des “kosmischen Wetters”, der Sonnenaktivitäten sowie der Wolkenbildung. Sicher ist aber eines: Die Politik wird daraus weitere Handlungsanleitungen destillieren.

Links: IPCC Bilanz, Grafik zur Antarktis-Eismenge, IPCC, Europäisches Institut für Klima und Energie, Unterm Eis kommen alte Wälder zum Vorschein

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