Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

China macht mobil mit Energieinvestitionen

19.08.2013 – Unter dem Titel „Meinungen des Staatsrates zur Beschleunigung der Entwicklung von energiesparenden und umweltfreundlichen Industrien“ wurde am Wochenende ein Programm der chinesischen Staatsregierung den Medien zugänglich gemacht. Darin erhebt die Regierung den Umweltsektor in den Rang einer Schlüsselindustrie mit breiten direkten und indirekten Folgewirkungen für deutsche Querschnittsbranchen – nicht zuletzt auch auf Strategien der Versicherer. Es gibt indes auch Chancen der Beteiligung an dem angesagten Milliarden-Boom.

Die chinesische Regierung will die Hersteller von energieeffizienter Kraftwerksausrüstung fördern, die Zahl von Wind- und Solarparks deutlich erhöhen und flüssiggasbetriebene Autos und Busse verbreitern. Dabei soll der Umweltsektor bis 2015 die gigantische Summe von 728 Milliarden US-Dollar umsetzen. Dieser soll doppelt so stark wachsen wie die Wirtschaft insgesamt.

Für die Versicherungswirtschaft ist die in Deutschland eingeleitete Energiewende als Risikoträger und Kapitalgeber eines der Megathemen. Wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt China, bislang Klimasünder Nummer 1, ein derartiges Mammutprojekt plant, wird das auch hierzulande in der Branche großes Interesse wecken. Die im März angetretene Regierung von Premier Li Keqiang will das Land urbanisieren und die Wirtschaft von einer Industrie- auf eine ökologisch verträgliche Dienstleistungswirtschaft umstellen. Der Umweltforscher Zou Ji vom Nationalen Zentrum für Klimastrategie und Internationale Zusammenarbeit sagte, die Richtlinie der Regierung sei „so bedeutend, weil sie strikt wirtschaftlich argumentiert“. Den Impuls für die ökologische Umstellung will der Staat über staatliche Investitionen, Steuererleichterungen und direkte Subventionen setzen. Davon profitieren auch Firmen mit ausländischer Beteiligung. Die deutsche Erneuerbare Energien-Lobby hat bereits den Fuß in das Riesenreich gesetzt. So war der Leiter der Deutschen Energieagentur Stephan Kohler vergangene Woche in China, um Beraterverträge zu unterschreiben. Dabei ging es unter anderem um ein Abkommen mit dem chinesischen Netzbetreiber darüber, wie Photovoltaik in das Stromnetz integrierbar ist. Auch Einsparungen beim Beheizen von Gebäuden für Hunderte Millionen Menschen waren Thema.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten