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Baden-Baden: Verbriefungen keine Konkurrenz zur Rückversicherung

22.10.2013 – baden-baden-87Nach den Flut- und Hagelschäden sehen sich deutsche Erstversicherer mit den Erwartungen der Rückversicherer konfrontiert. Das Nat-Exposure „wird sich in den Erneuerungen wiederspiegeln“ sagte Ludger Arnoldussen in Baden-Baden. Arnoldussen ist als Vorstand für das Deutschlandgeschäft der Munich Re zuständig. Die Munich Re rechnet mit 230 Mio. Euro an Schäden durch die Flut und 180 Mio. Euro an Hagelschäden.

„Bei schadenbelasteten Portfolien ist mit Ratenanpassungen zu rechnen“, sagt Michael Pickel, Deutschlandchef der Hannover Rück. Die Hannoveraner rechnen damit, dass deutsche Erstversicherer bei den Verhandlungen in Baden-Baden mehr Deckung nachfragen werden.

In der Kfz-Versicherung steigen die Preise seit 2011, in der Sparte Wohngebäude seit dem vergangenen Jahr. Dies wird sich nach den Erneuerungen auch auf die Rückversicherung auswirken. „Kraftfahrthaftpflicht wird zu unveränderten Konditionen erneuert“, berichtet der Rückversicherungsmakler Aon Benfield. „Doch in der Kaskoversicherung waren die Versicherer stark von dem Hagel betroffen. Das wird zu Ratenerhöhungen führen.“

Weltweit leiden die Rückversicherungsmärkte unter Überkapazitäten. Extrem geringe Schäden setzen die Preise unter Druck. Arnoldussen hofft trotzdem auf eine stabile Erneuerung der Munich Re. Er rechnet nicht damit, dass Versicherungsverbriefungen zu einer Konkurrenz auch auf dem deutschen Markt werden. Das Preisniveau für Sturmrisiken in Europa sei im Vergleich zu den USA viel niedriger. Durch die hohen Transaktionskosten sind Versicherungsverbriefungen immer noch teurer als traditionelle Rückversicherungen. (ba)

Foto: Hotspot der Branche: Kurhaus Baden-Baden. (Quelle: vwh)

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