Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Autonomes Fahren auf dem Prüfstand der Autofahrer

11.12.2013 – Gemeinsam mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut infas hat der Fahrzeugzulieferer Continental AG eine internationale Studie unter Autofahrern und Experten aus Industrie, Forschung, Verkehrsplanung und Rechtswissenschaften zum Thema Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren erstellt. Die repräsentativen Ergebnisse dieser Studie sollen am Donnerstag in Hannover vorgestellt werden.

Continental engagiert sich schon seit 1999 in den Bereichen Fahrerassistenzsytemen und autonomes Fahren. Zum Ziel gesetzt hat sich der Konzern bis 2016 teilautomatisiertes Fahren, ab 2020 hochautomatisiertes Fahren und ab 2025 vollautomatisiertes Fahren. Triebfeder ist eine erwartete erhebliche Senkung der Opferzahlen im Straßenverkehr. Außerdem soll der Fahrer seine Zeit im Autop anderweitig nutzen und effizienter unterwegs sein. „Automatisiertes Fahren ist ein Kernelement der Mobilität der Zukunft, denn es wird die Sicherheit, den Komfort und die Effizienz im Straßenverkehr deutlich erhöhen“, sagt Conti-Chef Elmar Degenhart.

Wie ernst er das Thema nimmt, lässt sich sowohl an der Zahl von mehr als 1300 Spezialisten ablesen, die an den Grundlagen automatisierten Fahrens arbeiten als auch an den Investitionen 2013 von gut 100 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Um Nachwuchs zu sichern hat Continental in Kempten im kommenden Jahr eine Stiftungsprofessur zur Verfügung gestellt und sorgt dafür, dass die akademische Ausbildung in diesem Zukunftsfeld realisiert werden kann.  Als erster Automobilzulieferer hat Continental im US-Bundesstaat Nevada die Genehmigung erhalten, automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen zu testen.

Maßgeblicher Taktgeber über das wann und wie der Markteinführung automatisierter Fahrzeuge ist allerdings wie Continental einräumt der Gesetzgeber. Er muss die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen schaffen.  Dazu gehören vor allem Haftungsfragen.Wer haftet bei einem Unfall: der Fahrer oder der Hersteller? Der ADAC warnt schon heute vor einer neuen Laxheit am Steuer und sieht viel Bedarf für Gespräche.

Gefordert sind auch die Kfz-Versicherungen. HDI-Gerling Industrie hat als Sponsor die Risikoabsicherung bei einem autonomen Fahrprojekt der Freien Universität Berlin und der Uni Braunschweig übernommen. Der Versicherer will Erfahrungen mit den Fahrzeug- und Schadenrisiken sammeln. Noch ist das Thema nicht brisant, aber auch die anderen Versicherer müssen sich schon jetzt mit einem Versicherungsschutz über eine Kfz-Police hinaus auseinandersetzen. (cs)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten