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AGV: Stabile Beschäftigung in 2014 trotz Umstrukturierungen

07.01.2014 – Michael-NieblerDas Geschäftsführende Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV), Michael Niebler, rechnet mit einer robusten Beschäftigungsentwicklung. Parallel zu der heute veröffentlichten Arbeitsmarktstatistik der Bundesanstalt für Arbeit prognostiziert er allenfalls einen leichten Rückgang der Gesamtbeschäftigung durch Automatisierung.

Im Jahr 2012 sank diese um 0,6 Prozent auf insgesamt 214.000 Beschäftigte. „Nach aktuellen Schätzungen bleibt die Beschäftigung im Innendienst erneut in Summe konstant, im angestellten Außendienst und bei den Auszubildenden dürfte es einen bescheidenen Rückgang geben”. Eventueller Abbau, so Niebler, „erfolge, wie stets in der Versicherungswirtschaft, sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen”.

Der Trend zur Standardisierung und Automatisierung sowie der zunehmende brancheninterne Wettbewerb führten zu Rationalisierungen und Umstrukturierungen. Einfache Tätigkeiten fielen weg. Hingegen steige der Bedarf an höher qualifizierten Mitarbeitern. So habe sich allein die Zahl der in der Branche tätigen Akademiker in den letzten zehn Jahren um „ein Fünftel” erhöht. „Mit über 44.000 Akademikern beträgt ihr Anteil an der Gesamtbelegschaft aktuell 21 Prozent, vor zehn Jahren lag er noch bei unter 15 Prozent.

Auf die Versicherungswirtschaft warteten „anspruchsvolle Jahre”. Die neue Bundesregierung werde „etliche Gesetzesvorhaben starten, die die Personalkosten erhöhen und die Personalabteilungen zusätzlich belasten”. Die Aufhebung der Absenkung des Rentenversicherungsbeitrages von 18,9 auf 18,3 Prozent „kostet allein die deutsche Versicherungswirtschaft 24 Millionen Euro”. Niebler verdeutlichte überdies, dass aus Sicht des AGV „die Vereinbarung im Koalitionsvertrag zur Entgeltgleichheit unterschätzt wird”. Diese sehe vor, das Prinzip “Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit” besser zur Geltung zu bringen. Besonders kritisch beurteilt der AGV, dass auf dem Lagebericht der Unternehmen aufbauend „für Arbeitnehmer ein individueller Auskunftsanspruch geschaffen werden soll”. Ein solcher Anspruch könnte zu einem erheblichen bürokratischen Aufwand und zu einer Vielzahl von Streitfragen und viel Unfrieden in den Unternehmen führen”, befürchtet Niebler. (ki)

Foto: Dr. Michael Niebler, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V. (Quelle: AGV)

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